Energieberater Software Vergleich 2026: Tools für Fördermittel & Sanierungsfahrplan

Energieberater Software Vergleich 2026: Hottgenroth, Elitecad, Evebi & FörderCheckPro im Test. Funktionen, Fördermittel-Rechner & iSFP-Module.

Die Wahl der richtigen Energieberater Software entscheidet über Effizienz, Fördermittel-Genauigkeit und Wettbewerbsfähigkeit Ihrer Beratungspraxis. Stand 2026 dominieren integrierte Plattformen mit KfW-/BAFA-Fördermittel-Rechnern, iSFP-Modulen und BEG-konformen Nachweisen den Markt. Dieser Vergleich analysiert etablierte Lösungen wie Hottgenroth, Elitecad und Evebi sowie spezialisierte Tools wie FörderCheckPro, das sich auf Fördermittel-Identifikation und Sanierungscheck-Automatisierung konzentriert.

Sie erhalten datenbasierte Entscheidungskriterien: Lizenzkosten, Schulungsaufwand, Integrationstiefe in KfW-Zuschussportale und Praxistauglichkeit für Energieberater, Modernisierungsberater, Banken und Bausparkassen. Alle Angaben beziehen sich auf den Stand 2026 und die aktuelle BEG-Förderrichtlinie.

Marktüberblick: Kategorien von Energieberater-Software

Energieberater-Software lässt sich in drei Hauptkategorien einteilen, die unterschiedliche Schwerpunkte und Zielgruppen adressieren. Die Wahl hängt von Ihrem Geschäftsmodell, der Auftragsgröße und dem gewünschten Automatisierungsgrad ab.

1. All-in-One-Plattformen mit Gebäudeplanung

Beispiele: Hottgenroth, Elitecad, Arriba. Diese Tools kombinieren energetische Bilanzierung (DIN V 18599, EnEV-Nachweis), CAD-Module für Gebäudeaufnahme und iSFP-Erstellung. Sie richten sich primär an Energieberater mit Fokus auf umfassende Sanierungskonzepte und Neubaubegleitung. Typische Jahreslizenzen: 1.800–4.500 Euro, zuzüglich Schulungskosten (2–5 Tage).

2. Spezialisierte Fördermittel-Tools

Beispiel: FörderCheckPro. Diese Kategorie konzentriert sich auf Fördermittel-Identifikation, KfW-/BAFA-Zuschuss-Berechnung und Quick-Check-Funktionen für Modernisierungsberater, Banken und Immobilienbesitzer. Keine CAD-Integration, dafür kürzere Einarbeitungszeit (1–2 Stunden) und geringere Kosten. Ideal für Vorqualifikation vor dem iSFP oder bei Sanierungsberatung ohne Gebäudeaufnahme-Pflicht.

3. iSFP-fokussierte Plattformen

Beispiele: Evebi, Sancheck. Diese Tools optimieren den individuellen Sanierungsfahrplan-Workflow: BAFA-konforme Vorlagen, Maßnahmen-Priorisierung, automatisierte Fördermittel-Kaskaden. Oft mit BAFA-Export-Schnittstelle für die Energieberatung Wohngebäude. Lizenzkosten: 800–2.200 Euro/Jahr.

Detailvergleich: Hottgenroth, Elitecad, Evebi & FörderCheckPro

Die folgende Tabelle vergleicht Kernfunktionen, Lizenzmodelle und Zielgruppen der vier wichtigsten Plattformen im deutschen Markt (Stand 2026). Alle Tools erfüllen die BEG-Mindestanforderungen für förderfähige Energieberatung, unterscheiden sich jedoch erheblich in Komplexität und Preis.

KriteriumHottgenrothElitecadEvebiFörderCheckPro
HauptfokusVollumfängliche Gebäudeplanung + EnergiebilanzierungCAD-Planung mit Energie-ModuliSFP-Erstellung & BAFA-ExportFördermittel-Identifikation & Quick-Check
Jahreskostenca. 3.200–4.500 €ca. 2.800–3.900 €ca. 1.200–2.200 €individuell (Modul-basiert)
Einarbeitung3–5 Tage Schulung2–4 Tage Schulung1–2 Tage Schulung1–2 Stunden Onboarding
KfW-Fördermittel-Rechnerintegriert (KfW 261, BEG-Förderung für Wohngebäude)integriertintegriert (BEG-Förderung für Wohngebäude, BEG EM)Schwerpunkt (alle BEG-Programme)
BAFA BEG EMmanueller Exportmanueller Exportautomatisierter ExportBerechnung, kein BAFA-Export
iSFP-Modulvollständig (DIN SPEC 91387)vollständigvollständig + BAFA-Schnittstellenicht angeboten
CAD-Integrationja (3D-Gebäudemodell)ja (Vollumfang)neinnein
ZielgruppeEnergieberater (Vollzeit)Architekten, PlanerEnergieberater, ModernisierungsberaterEnergieberater, Banken, Makler, Investoren

Tipp: Entscheidungshilfe Wählen Sie Hottgenroth/Elitecad, wenn Sie regelmäßig iSFP erstellen und Gebäudeaufnahmen durchführen. Wählen Sie Evebi, wenn Ihr Schwerpunkt auf schneller iSFP-Erstellung mit BAFA-Anbindung liegt. Wählen Sie FörderCheckPro, wenn Sie Fördermittel-Checks für Banken, Makler oder Investoren anbieten. Optional kann ein iSFP erstellt werden, der den iSFP-Bonus (+5 %) auslöst.

Fördermittel-Funktionen im Detail

Die Qualität des Fördermittel-Rechners ist das zentrale Unterscheidungsmerkmal. Stand 2026 müssen alle Tools die aktuellen BEG-Programme abbilden: KfW 261 (Wohngebäude-Kredit mit Tilgungszuschuss), KfW 458 (Heizungsförderung), BAFA BEG EM (Einzelmaßnahmen-Zuschüsse) sowie regionale Landesprogramme.

Vergleich der Berechnungsgenauigkeit

SoftwareKfW 261 (EH-Klassen)KfW 458 (Heizung)BAFA BEG EMRegionale Programme
HottgenrothEH 40–85, Denkmal; Tilgungszuschuss automatischintegriert (Wärmepumpe, Biomasse)Dämmung, Fenster, HeizungsoptimierungL-Bank BW, NRW.Bank (manuell)
ElitecadEH 40–85, DenkmalintegriertDämmung, Fensterkeine
EvebiEH 40–85, Denkmal; inkl. iSFP-Bonus (+5 %)integriertvollständig (20 %, 25 %, iSFP-Bonus)keine
FörderCheckProEH 40–85, Denkmal; Szenarien-VergleichKfW 458 + BAFA BEG EM Heizungvollständig + KumulierungsregelnBayern, Hamburg, Berlin, NRW

Hinweis: FörderCheckPro hebt sich durch automatisierte Kumulierungsprüfung ab: Das System erkennt, ob BAFA- und KfW-Förderung kombinierbar sind (z. B. BAFA BEG EM Dämmung + KfW 261 für Effizienzhaus-Komplettsanierung ist nicht zulässig, da für dieselbe Maßnahme beantragt).

iSFP-Bonus-Berechnung

Der iSFP-Bonus (+5 Prozentpunkte auf BAFA BEG EM) ist nur realisierbar, wenn die Software die Maßnahmen-Umsetzung innerhalb von 15 Jahren nach iSFP-Erstellung trackt. Evebi und Hottgenroth bieten dafür Projektzeitstrahl-Module. FörderCheckPro berechnet den Bonus, überlässt das Tracking jedoch dem Berater (da kein iSFP-Export angeboten wird).

iSFP-Software Vergleich: Wer braucht welches Modul?

--- Die iSFP-Erstellung (individueller Sanierungsfahrplan nach DIN SPEC 91387) ist Kern der BAFA Energieberatung Wohngebäude. Optional kann ein iSFP erstellt werden, der den iSFP-Bonus (+5 % bei BEG EM) auslöst und von vielen Auftraggebern erwartet wird.

iSFP-Funktionen im Vergleich

  • Hottgenroth: Vollständige DIN-SPEC-91387-Konformität, automatische Maßnahmen-Priorisierung nach Kosten-Nutzen-Relation, PDF-Export für Eigentümer. Keine direkte BAFA-Schnittstelle (Daten müssen manuell ins BAFA-Portal übertragen werden).
  • Elitecad: iSFP-Modul als Zusatzlizenz (ca. +600 €/Jahr), gute Integration mit CAD-Daten, aber ebenfalls ohne BAFA-Export-Automatisierung.
  • Evebi: BAFA-Export-Schnittstelle (Stand 2026 für Energieberatung Wohngebäude), automatisierte Fördermittel-Kaskaden für 15-Jahres-Fahrplan, Vorlagen für Standard-Sanierungsszenarien (z. B. "Altbau EFH Baujahr 1970"). Erspart ca. 30–45 Minuten pro iSFP.
  • FörderCheckPro: Kein iSFP-Modul. Das Tool fokussiert auf Vorqualifikation und Fördermittel-Berechnung. Für Projekte, in denen ein iSFP gewünscht wird, empfiehlt sich Kombination mit Evebi oder Hottgenroth.

> Achtung: Wichtig für Energieberater > > Wenn Sie BAFA Energieberatung Wohngebäude (Zuschuss bis 1.300 € für EFH, 1.700 € für MFH) anbieten, kann optional ein iSFP erstellt werden. FörderCheckPro deckt diesen Bereich nicht ab und eignet sich primär für Modernisierungsberatung ohne BAFA-Antrag. ---

Kosten-Nutzen-Analyse: Lizenzkosten vs. Zeitersparnis

Die Total Cost of Ownership einer Energieberater Software umfasst nicht nur die Jahreslizenz, sondern auch Schulungszeit, Wartungsaufwand und Zeitersparnis pro Auftrag. Stand 2026 liegt die durchschnittliche Zeitersparnis bei 2–6 Stunden pro iSFP (vs. manuelle Excel-Berechnung) und 30–90 Minuten pro Fördermittel-Check.

SoftwareJahreskostenSchulungsaufwand (Stunden)Zeitersparnis pro iSFPZeitersparnis pro Förder-CheckBreak-Even (Aufträge/Jahr)
Hottgenroth3.200–4.500 €24–40 h4–6 h60–90 minca. 15–20 iSFP
Elitecad2.800–3.900 €16–32 h3–5 h60 minca. 15–18 iSFP
Evebi1.200–2.200 €8–16 h3–4 h (dank BAFA-Export)45 minca. 8–12 iSFP
FörderCheckProindividuell1–2 hnicht zutreffend (kein iSFP)30 minca. 30–50 Checks (bei Bank-/Makler-Modell)

Beispiel: Rechenbeispiel Ein Energieberater mit 20 iSFP/Jahr amortisiert Evebi (1.800 €) durch 60–80 Stunden Zeitersparnis (= 3–4 h pro iSFP). Bei einem Stundensatz von 80 €/h entspricht das einem Gegenwert von 4.800–6.400 €. Hottgenroth rechnet sich ab ca. 15 iSFP/Jahr, FörderCheckPro bereits ab 30 Fördermittel-Checks (z. B. für Banken oder Makler).

FörderCheckPro: Spezialisierung auf Fördermittel-Identifikation

FörderCheckPro positioniert sich als Fördermittel-Identifikations-Plattform für Energieberater, Modernisierungsberater, Banken, Bausparkassen, Immobilienmakler und Investoren. Die Software bildet keine iSFP-Erstellung ab, sondern fokussiert auf Quick-Checks, Sanierungsszenarios und automatisierte Fördermittel-Kaskaden für Effizienzhaus-Sanierungen und Einzelmaßnahmen.

Alleinstellungsmerkmale

  • Cleo Sanierungscheck: Automatisierte Analyse von Gebäudedaten (Baujahr, Fläche, Heizung) mit Ausgabe von 3–5 priorisierten Sanierungsszenarien inkl. Förderhöhe (KfW 261, KfW 458, BAFA BEG EM).
  • Kumulierungsprüfung: Automatische Warnung, wenn BAFA- und KfW-Förderung für dieselbe Maßnahme beantragt wird (seit BEG-Novelle 2023 unzulässig).
  • Regionale Programme: Integration von Landesprogrammen (Bayern 10.000-Häuser-Programm, L-Bank BW, NRW.Bank, Hamburg, Berlin) — ein Feature, das Hottgenroth/Elitecad/Evebi nicht standardmäßig bieten.
  • API-Zugang: Für Banken und Bausparkassen: Integration des Fördermittel-Checks in bestehende Baufinanzierungs-Rechner.
  • White-Label-Option: Immobilienmakler können den Check unter eigener Marke anbieten.

Zielgruppen

Energieberater/Modernisierungsberater: Vorqualifikation vor Vor-Ort-Termin, Fördermittel-Check für Kunden ohne iSFP-Bedarf (z. B. Einzelmaßnahmen), Kombination mit Evebi/Hottgenroth für Vollberatung. Banken/Bausparkassen: Integration in Baufinanzierungs-Beratung, Kunden-Bindung durch Fördermittel-Service. Immobilienmakler/Investoren: Bewertung von Sanierungsobjekten mit energetischer Langzeitbetrachtung, Fördermittel-Potenzial als Verkaufsargument.

Hinweis: FörderCheckPro ersetzt KEINE förderfähige Energieberatung nach BAFA-Richtlinie. Für iSFP-Erstellung und BAFA-Export ist eine Kombination mit Evebi, Hottgenroth oder vergleichbaren Tools erforderlich.

Auswahlkriterien: Welche Software passt zu Ihrem Geschäftsmodell?

Die optimale Software-Wahl hängt von fünf Faktoren ab: Auftragsvolumen, Dienstleistungs-Spektrum, Zielgruppe, Budget und Integrationsanforderungen. Die folgende Entscheidungsmatrix ordnet jede Software einem typischen Nutzerprofil zu.

Entscheidungsmatrix nach Geschäftsmodell

Hottgenroth/ElitecadEvebiFörderCheckPro
Vollzeit-Energieberater (>30 iSFP/Jahr)✓✓✓ ideal✓✓ gut geeignet✗ unzureichend (kein iSFP)
Modernisierungsberater (Fokus Fördermittel)✓ geeignet, aber oversized✓✓ gut geeignet✓✓✓ ideal
Bank/Bausparkasse (Baufinanzierung)✗ zu komplex✗ zu komplex✓✓✓ ideal (API-Integration)
Immobilienmakler/Investor✗ zu komplex✗ zu komplex✓✓✓ ideal (White-Label)
Architekt mit Energie-Schwerpunkt✓✓✓ ideal (CAD-Integration)✓ geeignet✗ unzureichend

Checkliste für die Anbieter-Auswahl

  1. BEG-Aktualität: Prüfen Sie, ob KfW 261 (Effizienzhaus-Kredit), KfW 458 (Heizung) und BAFA BEG EM (Stand 2026) vollständig abgebildet sind. Fragen Sie nach Update-Frequenz bei Förderprogramm-Änderungen.
  2. BAFA-Schnittstelle: Wenn Sie iSFP erstellen, sparen Sie mit BAFA-Export (Evebi) ca. 30–45 Minuten pro Auftrag.
  3. Regionale Programme: Wenn Sie in Bayern, Baden-Württemberg, NRW oder Hamburg tätig sind, prüfen Sie Landesprogramm-Integration (nur FörderCheckPro bietet dies standardmäßig).
  4. Schulungsaufwand: Kalkulieren Sie Einarbeitung realistisch (Hottgenroth: 3–5 Tage; Evebi: 1–2 Tage; FörderCheckPro: 1–2 Stunden).
  5. API/White-Label: Banken, Makler und Bausparkassen sollten auf API-Zugang und White-Label-Optionen achten (nur FörderCheckPro).

Praxis-Szenarien: Welche Software für welchen Auftrag?

--- Die folgenden Praxis-Szenarien zeigen, welche Software für typische Beratungsanlässe optimal ist. Alle Beispiele beziehen sich auf den Stand 2026 und die aktuellen BEG-Richtlinien.

Szenario 1: Vollsanierung Einfamilienhaus zum Effizienzhaus 55

Auftraggeber: Eigenheimbesitzer, Baujahr 1975, unsaniert. Ziel: KfW 261 (Effizienzhaus 55). Optional kann ein iSFP erstellt werden, der den iSFP-Bonus (+5 %) für maximalen Tilgungszuschuss auslöst. Empfohlene Software: Hottgenroth oder Evebi (mit BAFA-Export). FörderCheckPro kann Vorqualifikation liefern (Förderhöhe: ca. 37.500 € Tilgungszuschuss bei 150.000 € Kreditsumme), aber iSFP muss in Evebi/Hottgenroth erstellt werden.

Szenario 2: Heizungstausch mit BAFA BEG EM

Auftraggeber: Eigentümer Mehrfamilienhaus (6 WE), Gastherme Baujahr 2005. Ziel: Wärmepumpe, BAFA BEG EM 25 % (Basis) + 5 % (iSFP-Bonus, falls vorhanden). Empfohlene Software: Evebi (wenn iSFP bereits existiert) oder FörderCheckPro (wenn nur Fördermittel-Check ohne iSFP-Erstellung). Zeitaufwand: Evebi ca. 2,5 h, FörderCheckPro ca. 30 min (reiner Check ohne iSFP).

Szenario 3: Baufinanzierung mit Fördermittel-Modul (Bank)

Auftraggeber: Bank, Kunden-Anfrage zu KfW-Förderung bei Sanierungskredit. Ziel: Automatisierter Fördermittel-Check während Finanzierungsberatung, White-Label-Integration in Online-Banking. Empfohlene Software: FörderCheckPro (API-Zugang). Hottgenroth/Evebi sind für diesen Use Case zu komplex und nicht API-fähig.

Szenario 4: Immobilienbewertung mit Sanierungspotenzial

Auftraggeber: Immobilieninvestor, Ankauf Altbau-Mehrfamilienhaus. Ziel: Bewertung Sanierungskosten + Fördermittel-Potenzial (KfW 261, regionale Programme). Empfohlene Software: FörderCheckPro (Sanierungscheck + regionale Programme wie L-Bank BW, 10.000-Häuser-Programm Bayern). Zeitaufwand: ca. 20–30 Minuten pro Objekt. ---

Häufige Fragen

Welche Funktionen sollte eine professionelle Energieberater-Software mindestens enthalten?

Eine professionelle Energieberater-Software muss U-Wert-Berechnung, Heizlastermittlung nach DIN EN 12831, Energiebilanzierung nach GEG sowie iSFP-Erstellung (individueller Sanierungsfahrplan) unterstützen. Diese Kernfunktionen sind für die Antragstellung bei KfW und BAFA zwingend erforderlich.

Darüber hinaus sollten DIN V 18599-Bilanzierung für Nichtwohngebäude, Export-Schnittstellen (XML, PDF) für Fördergeber sowie eine Datenbank mit aktuellen Bauteil- und Anlagenkatalogen (Stand 2026) vorhanden sein. Viele Anbieter integrieren zudem Wirtschaftlichkeitsberechnungen (Amortisation, Kapitalwert) und Cloud-basierte Projektverwaltung für Teams.

Tipp: Achten Sie auf regelmäßige Updates bei Normänderungen: Das GEG wurde zuletzt im Januar 2024 novelliert, und KfW/BAFA passen Förderanforderungen quartalsweise an.

Was kostet eine Energieberater-Software und welche Lizenzmodelle gibt es?

Die Preisspanne reicht von 30 € bis 150 € pro Monat (Abo) oder 800 € bis 3.500 € (Einmalkauf mit jährlicher Wartung ab ca. 150 €). Basis-Pakete für Einzelberater starten typischerweise bei 40–60 €/Monat, während Vollversionen mit Nichtwohngebäude-Bilanzierung und Team-Lizenzen 100–150 €/Monat kosten.

Lizenzmodelle im Überblick: Subscription (monatlich/jährlich kündbar, inkl. Updates), Perpetual License (Einmalkauf, Updates oft kostenpflichtig) und Pay-per-Report (5–15 € je Energieausweis, ideal bei geringem Projektvolumen). Einige Anbieter bieten Staffelrabatte ab 3+ Nutzerlizenzen (10–25 % Nachlass).

Hinweis: Freiberufler können Software-Abos als Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG) vollständig absetzen. Größere Anschaffungen (> 800 € netto, Stand 2026) sind ggf. über 3 Jahre abzuschreiben.

Wie lange dauert die Einarbeitung in eine neue Energieberater-Software?

Bei intuitiven Lösungen mit geführten Workflows benötigen erfahrene Energieberater 1–3 Tage für Basisaufgaben (Energieausweis Wohngebäude, einfache Sanierungskonzepte). Komplexe Module wie DIN V 18599-Bilanzierung oder Nichtwohngebäude-Simulation erfordern zusätzlich 5–10 Tage Schulung und Praxisübung.

Die meisten Anbieter stellen Online-Tutorials (Video, 10–30 Min. je Modul), Live-Webinare (2–4 Std.) und Testprojekte bereit. Premium-Pakete beinhalten oft 1:1-Onboarding (2–4 Std. Remote-Support). Planen Sie für die produktive Nutzung im Tagesgeschäft realistisch 2–4 Wochen ein, bis Routinen etabliert sind.

Tipp: Nutzen Sie kostenlose Testphasen (meist 14–30 Tage) mit einem realen Projekt, um Bedienaufwand und Ausgabequalität zu prüfen — viele Schwächen zeigen sich erst in der Praxis.